Pressemitteilung 13.07.2026 – Schwächliche Konjunktur in der Schweizer Haushaltsgerätebranche mit Aussicht auf deutliche Besserung

Wie prognostiziert schwächelte die Konjunktur der im Fachverband Elektroapparate für Haushalt und Gewerbe Schweiz FEA zusammengeschlossenen Firmen auch im 2. Quartal 2026. Hoffnung macht hingegen die Prognose für das kommende 3. Quartal, welche einen Konjunkturfortschritt erwarten lässt.


Die vor drei Monaten erstellte Prognose für das 2. Quartal 2026 war wenig optimistisch. So ist die heute gedämpfte Konjunkturstimmung nicht erstaunlich. Aktuell beurteilen 9% der Meldenden die Beschäftigungslage als schlecht. Im Vorquartal war dies noch bei keiner Firma der Fall . Bei 59% (Vorquartal 64%) ist die Beschäftigungslage gut und bei 32% (Vorquartal 36%) ist sie befriedigend. Ein ähnliches Bild zeigt der Auftragsbestand, den 36% (Vorquartal 50%) als gut, 55% (Vorquartal 45%) als befriedigend und 9% (Vorquartal 5%) als schlecht bezeichnen. Weniger klar ist die Situation bei der Ertragslage, wo zwar nur noch 32% (Vorquartal 41%) gute Erträge melden, gleichzeitig jedoch auch nur noch 9% (Vorquartal 14%) eine schlechte Ertragslage haben. Zugunsten dieser Pole ist die Beurteilung mit «befriedigend» von 45% im Vorquartal auf aktuell 59% gestiegen. Ein Lichtblick in der Situationsbeurteilung zeigte sich im Bestellungseingang, welcher bei 45% (Vorquartal 36%) der Firmen gut, bei 41% (Vorquartal 45%) befriedigend und bei keiner Firma (Vorquartal 14%) schlecht ist.

Für das kommende 3. Quartal 2026 erwarten die Meldenden eine deutliche Besserung. 27% (Vorquartal nur 9%) erwarten steigende Erträge, 68% (Vorquartal 86%) gleichbleibende und – wie im Vorquartal – 5% schlechtere. Ein grosser Konjunkturschritt wird für den Auftragsbestand prognostiziert, den 41% (Vorquartal 9%) im Steigen begriffen sehen und 59% (Vorquartal 91%) als gleichbleibend erachten. 


Weiterhin vermutet keine Firma bei diesem Parameter einen Rückgang. Ebenfalls erfreulich ist die Prognose beim Bestellungseingang, welchen 32% (Vorquartal 18%) als zunehmend, 68% (Vorquartal 68% ) als gleichbleibend und keine Firma (Vorquartal 14%) als abnehmend bezeichnen. Uneinheitlich ist das Bild bei der Beschäftigungslage, wo 14% (Vorquartal 9%) eine Besserung, 77% (Vorquartal 91%) keine Veränderung und neu 9% (Vorquartal 0%) eine Verschlechterung erwarten. Trotz stabiler Verhältnisse beim Personal – weiterhin gehen 77% von gleichbleibendem Bestand aus – erwarten 41% (Vorquartal 23%) eine Steigerung der Personalkosten. Der Kostentrend im Materialbereich, wo 73% (Vorquartal 50%) mit steigenden Aufwänden rechnen, geht in dieselbe Richtung wie die Personalkosten.

Womöglich haben die Friedensverhandlungen zum Irankrieg und die erwartete Entsperrung der Strasse von Hormus zur Aufhellung der Konjunkturerwartungen beigetragen. Getrübt werden Konjunkturdaten von befürchteten hohen Kosten im Materialbereich, welche unter anderen auf die anhaltende preistreibende Knappheit der von der KI-Industrie stark nachgefragten Mikro-Chips zurückzuführen sein dürften. 

Kontakt:
FEA
Fachverband Elektroapparate
für Haushalt und Gewerbe Schweiz
Obstgartenstrasse 28
CH-8006 Zürich

Tel +41 (0)44 361 40 00

E-Mail: info@fea.ch